Ekkehard Klemm wird Chefdirigent im Elbland

Professor Ekkehard Klemm wird ab der Spielzeit 2017/18 die Elbland-Philharmonie als Chefdirigent leiten Foto: HL Böhme

Die Elbland-Philharmonie Sachsen hat ihren neuen Chefdirigenten gewählt. Der Dresdner Ekkehard Klemm kennt das Orchester bereits gut.

Der künftige Chefdirigent der Elbland-Philharmonie Sachsen heißt Ekkehard Klemm. Der Professor und ehemalige Rektor der Dresdner Musikhochschule soll die musikalische Leitung des Orchesters zum Beginn der Spielzeit 2017/18 übernehmen. Die Geschäftsführung der Elbland-Philharmonie hat ihm diese Aufgabe nach einem mehrmonatigen Auswahlprozess angetragen.

Um die Nachfolge des scheidenden Chefdirigenten Christian Voß hatten sich neben Klemm 144 weitere Musiker aus dem In- und Ausland beworben. 16 der Kandidaten waren schließlich in die engere Auswahl gekommen und zum Vordirigieren eingeladen worden. Anschließend traf das Orchester seine Wahl und übermittelte es als Empfehlung an die Geschäftsführung. Intendantin Carola Gotthardt sagt, sie sei dem Votum gern gefolgt: In seinen beiden Gastkonzerten habe Ekkehard Klemm das Orchester und sie vollends überzeugt. „Die Musiker und er sprechen die gleiche Sprache. Er ist einfach am besten geeignet, das Orchester in seiner jetzigen Situation zu leiten, zu stärken und einen gemeinsamen Klang weiter zu entwickeln.“

Der 57-jährige Klemm hat seit Jahren Kontakt in die Musikszene des Elblands. „Bereits 1981 konnte ich in Riesa Konzerte dirigieren“, sagt er. Die Verbindung nutzte er für seine Studenten, nachdem er 2003 als Leiter der Dirigierausbildung an die Dresdner Musikhochschule berufen wurde. Das Orchester und die Dresdner Studenten arbeiteten bei Projekten, Seminaren und Konzerten zusammen. „Sie waren stets von sehr viel Offenheit, Aufgeschlossenheit und Engagement gekennzeichnet“, so Klemm. Eine weitere Verbindung ergibt sich über die Dresdner Singakademie, deren künstlerischer Leiter Ekkehard Klemm ist. Der Chor gestaltet mit der Elbland-Philharmonie gemeinsame Konzerte.

Die musikalische Vita des gebürtigen Chemnitzers Ekkehard Klemm begann in den 1960er Jahren beim Dresdner Kreuzchor. Bis 1984 studierte er an der Dresdner Musikhochschule in den Fächern Dirigieren, Komposition und Klavier, war später als Kapellmeister und musikalischer Oberleiter am Altenburger Theater engagiert. Nach Stationen als Chefdirigent in Greifswald und als Dirigent am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz kehrte er 2003 nach Dresden zurück.

Zum Chefdirigenten der Elbland-Philharmonie wird Klemm bei der nächsten Sitzung der Gesellschafterversammlung des Orchesters endgültig berufen. Dieses Treffen ist am Jahresende geplant. Der Ruf an das Elbland-Orchester sei für ihn eine besondere Auszeichnung, sagt Ekkehard Klemm. „Er hat mich mit großer Freude erfüllt, tief bewegt und ist mir eine große Ehre.“ Er freue sich auf die Arbeit mit der Elbland-Philharmonie und wolle in der neuen Position zeigen, wie wichtig und wertvoll Kunst und Musik im ländlichen Raum seien und wie innovativ dabei gearbeitet werden kann. Seine Aufgaben an der Dresdner Musikhochschule werde er teilweise reduzieren, in der Zusammenarbeit von Hochschule, Singakademie und Orchester aber neue Synergien gewinnen.