Seniorenheim-Pläne für "Hamburger Hof" wieder aktuell

Der "Hamburger Hof" in Meißen-Cölln hat schon weit bessere Tage gesehen. Der neue Eigentümer prüft den Umbau zum Seniorenheim oder zum Wohnhaus. Foto: Grau

Ein neuer Eigentümer hat den maroden "Hamburger Hof" ersteigert und prüft eine alte Idee. Das einstige Gasthaus könnte zum Seniorenheim oder zum Wohnhaus umgebaut werden.

Neuer Eigentümer, neue Chance: Der leer stehende „Hamburger Hof“ in Meißen-Cölln wurde vor wenigen Tagen von der „Wert-Investition Bauträger und Immobilien GmbH“ aus dem niedersächsischen Sarstedt ersteigert. Wie deren Prokurist Alexander Mause mitteilt, könnten jetzt Planungen wieder aktuell werden, die es bereits vor Jahren für die ehemalige Gaststätte gab: Der Umbau der Immobilie zu einem Seniorenheim sei eine Möglichkeit. „Die andere Idee ist es, im ‚Hamburger Hof’ Wohnungen zu bauen. Wir denken beide Optionen gerade durch.“

Im „Hamburger Hof“ ein Seniorenheim einzurichten, hatten auch die Vorbesitzer der inzwischen stark verfallenen Immobilie immer wieder angekündigt. Doch entsprechende Bauarbeiten gab es nie. Architekt Manfred Reker, der bereits mit Planungen für den Umbau beauftragt worden war, hatte in dem jetzigen Zwangsversteigerungsverfahren noch offene Forderungen für diese Vorarbeit angemeldet. „Wir arbeiten mit Herrn Reker zusammen“, so „Wert-Investition“-Prokurist Alexander Mause. „Der schlechte Zustand des Gebäudes schreckt uns nicht ab. Bauen können wir.“

Die „Wert-Investition“ gäbe es seit 25 Jahren, schildert Mause. Erstes Geschäftsfeld sei der Verkauf von Eigentumswohnungen an Investoren gewesen. Heute sei das in Sarstedt bei Hildesheim ansässige Unternehmen bundesweit tätig und beschäftige sich mit dem Bau und dem Verkauf von Wohnimmobilien und Pflegeeinrichtungen.

Sollte der „Hamburger Hof“ zu einem Seniorenheim umgebaut werden, wolle man einen modernen Anbau errichten, sagt Alexander Mause. In diesem Fall müsse man noch angrenzende Grundstücke erwerben. Die Nutzung des „Hamburger Hofes“ als reines Wohngebäude würde dagegen auch ohne einen Anbau möglich sein. Um zu klären, wie der „Hamburger Hof“ entwickelt wird, wolle man bald auch Kontakt vor Ort aufnehmen, so der Prokurist. „Wir werden in Kürze selbst Termine in Meißen wahrnehmen.“