Bis zum Herbst begleitetes Aufzug-Fahren

Immer für Diskussionen und Beschlüsse des Meißner Stadtrats gut: der Burgberg-Aufzug Foto: Archiv

Bis zum geplanten Umbau soll der Meißner Burgberg-Aufzug nur mit Personal betrieben werden. Auf die Stadt kommen dadurch vermutlich Mehrausgaben zu.

Das „Interim“ wird fortgeführt: Bis zum geplanten Umbau ist Meißens Burgberg-Aufzug ausschließlich mit Personal in Betrieb – und zwar täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. So soll es der Meißner Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung am 25. April beschließen.

Das Vertrauen in die uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Anlage ist nach den Pannenserien der Vergangenheit dahin. In der Beschlussvorlage für die Stadträte ist vage von einem „erhöhten Risiko technischer, aber auch von Witterungseinflüssen begünstigter Betriebsstörungen“ die Rede. Der Umbau, der die Pannenanfälligkeit des Aufzugs beheben soll, war erst für den Jahresbeginn, dann für das Frühjahr 2018 angekündigt. Mittlerweile ist er in den Herbst verschoben.

Stimmen die Stadträte der Vorlage aus dem Bauamt zu, kann der „begleitete Betrieb“ des Aufzugs bis dahin noch einmal ins Geld gehen. Die Stadt gibt der Betreiberin, ihrer Tochter SDM (Städtische Dienste Meißen), finanziell Carte blanche. Ihr sollen zusätzlich zu den bereits festgeschriebenen Kosten auch eventuelle Ausgaben für längere Betriebszeiten, erhöhten Personalbedarf und Shuttlebus-Verkehr bei Stillstand der Anlage erstattet werden.

Zu Festen, Feiern, Märkten und Sonderveranstaltungen soll es der SDM freistehen, den Burgberg-Aufzug über 20.00 Uhr hinaus in Betrieb zu halten. Das könnte zum Beispiel bei den Burgfestspielen im Juni gelten. Shuttlebus-Verkehr wird zwischen 10.00 und 18.00 Uhr immer dann angeboten, wenn der Aufzug wieder stillsteht.

Welche zusätzlichen Kosten bis Herbst für den „Interims-Betrieb“ auflaufen, kann nur geschätzt werden. Aus den Erfahrungen vergangener, mehr oder minder pannenreicher Jahre geht die Stadtverwaltung einstweilen von etwa 25.000 Euro aus, die zusätzlich aus der Stadtkasse aufgebracht werden müssen.

Für den Umbau, der die Pannenanfälligkeit des Burgberg-Aufzugs beheben soll, sind Kosten von rund 90.000 Euro veranschlagt. Dafür wird unter anderem an der Bergstation eine neue Tür eingebaut.