Schulneubau und Sanierung werden verschoben

Baubeginn wieder offen: Die Meißner Stadtverwaltung kündigt an, dass sich die Sanierung der Questenbergschule verzögert Foto: Archiv

Die Meißner Questenbergschule sollte ab Herbst saniert werden. Der Termin des Baustarts ist aber nicht zu halten, weil das neue Schulhaus in der Nassau nicht rechtzeitig fertig wird.

Die Stadt Meißen verschiebt den geplanten Beginn der Sanierung der Questenberg-Grundschule. Nach dem bisherigen Zeitplan sollten Umbau und Erweiterung des Schulstandorts mit Beginn des Schuljahrs 2018/19 starten. Doch jetzt meldet die Stadtverwaltung, dass dieser Termin nicht gehalten wird. Baubeginn auf dem Questenberg werde erst im Jahr 2019 sein.

Der Grund für die Verschiebung liegt offenbar auf der anderen Elbseite. Dort will die Stadt nahe der Niederauer Straße in Modulbauweise ein neues Schulhaus errichten lassen. Es soll zunächst als Ausweichquartier für die Schüler vom Questenberg dienen und später als zusätzliche, vierte Meißner Grundschule genutzt werden. Bereits bekannt ist, dass die Baukosten für dieses Schulhaus deutlich höher sein werden, als zunächst geplant. Nun ist auch klar, dass die neue Schule später fertig wird, als bislang vorgesehen.

Das Gebäude im Gebiet Niederauer Straße sollte in der zweiten Jahreshälfte 2018 bezugsfertig sein, damit die Questenbergschule dorthin ausgelagert werden kann. Das ist offenbar nicht mehr zu schaffen. „Im Herbst 2018 sollen die Arbeiten am Ausweichstandort beginnen“, sagt nun Katharina Reso, die Sprecherin der Meißner Stadtverwaltung. „Spätestens in den Sommerferien 2019 können die Kinder in die Ausweichschule umziehen und die Bauarbeiten am Questenberg starten.“ Ziel sei es jedoch, den Umzug früher zu bewerkstelligen.

Ursprünglich war für die Auslagerung die Errichtung einer Containerschule im Triebischtal geplant. Erst im Herbst 2017 waren Stadtverwaltung und Stadtrat auf die Variante umgeschwenkt, die Auslagerung mit dem eher langfristig geplanten Bau einer neuen Grundschule rechts der Elbe zu verknüpfen. Die Argumentation: Mit diesem Vorgehen spare die Stadt die Kosten für den nicht nachnutzbaren Containerbau.

Allerdings wollten sich nicht alle Stadträte dieser Ansicht anschließen. Kritisiert wurde unter anderem, dass das neue Schulhaus in Modulbauweise errichtet wird: Solche Bauten haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Auch die Finanzierung des Schulneubaus stand in der Kritik. Die Stadt hat noch keine Fördermittelzusagen. Wasser auf die Mühlen der Kritiker ist die absehbare Verteuerung des Neubaus. Statt wie geplant 3,6 Millionen Euro wird der Bau wohl um 4,9 Millionen Euro kosten. Ein entsprechender Änderungsantrag zum Doppelhaushalt 2018/19 liegt dem Stadtrat zur Entscheidung vor.

Was den Sanierungsbeginn auf dem Questenberg angeht, hat sich die Stadtverwaltung festgelegt. Für die Schüler der Questenberg-Grundschule beginne das Schuljahr 2018/19 am alten Standort, sagt Sprecherin Katharina Reso. Ob es dort auch noch beendet wird, ist offen: je nachdem, wann die neue Schule an der Niederauer Straße einsatzbereit ist. „Erst nach der Auslagerung aller Schüler geht es am Questenberger Weg mit der Sanierung los.“