Der Umbau der Neugasse beginnt Mitte September

Das Holperpflaster der Neugasse soll in knapp anderthalb Jahren Geschichte sein. Der Umbau der Straße beginnt am 11. September. Foto: Grau

Bis Ende 2018 soll die Meißner Einkaufsmeile saniert und verschönert werden. Stadt und Stadtwerke lassen sich das rund drei Millionen Euro kosten.

Auf dem Papier sieht die Neugasse bereits wunderbar aus. Sie hat Bäume und neues Pflaster. Der Platz vor der Sparkasse ist mit einem Wasserspiel geschmückt. Die Bushaltestelle fügt sich elegant in die Meißner Einkaufsmeile ein.

Die Realität hält noch nicht das, was die Zeichnungen der Architekten versprechen. Autos holpern über welliges Pflaster. Grün gibt es in der Neugasse nicht, dafür aber jede Menge Stolperfallen auf den Bürgersteigen.

Die Verwandlung der tristen Meile in einen schmucken Boulevard beginnt am Montag, dem 11. September. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2018 und werden rund drei Millionen Euro kosten. Die Umgestaltung der Neugasse soll in fünf Etappen vonstatten gehen.

Autofahrer werden den Baustart ab dem 11. September am Fehlen von Parkplätzen bemerken. Zunächst fallen Stellflächen zwischen der Einmündung des Stiftswegs und der Buchhandlung in der Neugasse 16 weg. Bis Dezember dieses Jahres soll dort zunächst auf der stadtauswärts gesehen linken Straßenseite gebaut werden. In der ersten Jahreshälfte 2018 wechselt die Baustelle auf die gegenüberliegende Seite. Ende August des kommenden Jahres soll der Platz vor der Sparkasse umgebaut sein. Bis Dezember 2018 kommt dann der Teil der Neugasse bis zur Einmündung des Hahnemannsplatzes dran.

Vor der Verschönerung der Oberfläche muss im Untergrund gearbeitet werden. Stadt und Meißener Stadtwerke lassen Kanäle, Elektro-, Wasser- und Gasleitungen inklusive Hausanschlüssen erneuern. Das ist die Pflicht. Die Kür ist die geplante Verschönerung der Einkaufsstraße. Der asphaltierte Fahrstreifen für Autos und Busse wird mit sechs Metern Breite schmaler als heute. Dafür bekommen Fußgänger mehr Platz.

Wo sich die Neugasse nach Einmündung des Hahnemannsplatzes aufweitet, werden ein kleiner Baumhain gepflanzt und senkrecht zur Straße Sitzbänke aufgestellt. Auf freien Flächen sollen Außensitze Platz finden und Veranstaltungen stattfinden können. Flaniert und gefeiert wird dann auf neu verlegten Granitplatten und Pflaster. Auf dem Platz vor der Sparkasse wird ein Wasserspiel gebaut.

Nach wie vor werden sich Fußgänger und Radler die Neugasse mit Autos und Bussen teilen. Auch die Auto-Stellplätze bleiben: Nach der Neugestaltung wird das Parken allerdings wie schon in anderen Bereichen des Stadtzentrums kostenpflichtig. Für mehr Sicherheit für Fußgänger sollen zwei neue Überwege über den Fahrstreifen sorgen. Die Zebrastreifen werden in Höhe der Sparkasse und an der Einmündung des Nicolaistegs markiert.

Für Radler lässt man einen anderthalb Meter breiten Weg auf dem Fahrstreifen markieren. Nach derzeitigem Stand aber nur stadtauswärts: Über die Radwegeführung in die entgegengesetzte Richtung wird noch immer diskutiert. Ob Radler künftig auch stadteinwärts über die Neugasse fahren dürfen, erörtern noch Experten. Ein Trost: Bereits in den Planungen vorgesehen sind neue Fahrradstellplätze.

Klar ist, wie die Busstation in der Neugasse künftig aussehen soll. Die Busse werden eine Doppelhaltstelle mit schrägen Parkbuchten nutzen.

Wann immer es geht, werde der Verkehr auch während der Bauzeit durch die Neugasse rollen. „Ein Großteil der Baumaßnahmen soll unter halbseitiger Sperrung erfolgen“, sagt Meißens Stadt-Sprecherin Katharina Reso. „Gegen Ende der Bauzeit kann es jedoch auch zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommen.“ Die Verkehrsführung werde den jeweils eingerichteten Baustellenbereichen angepasst.