Sanierung der Afraschule teurer als geplant

Seit zwei Jahren wird die Afra-Grundschule in Etappen saniert. Die Bauarbeiten kosten mehr als ursprünglich kalkuliert. Foto: Archiv

Die Stadt Meißen muss vor allem wegen gestiegener Baupreise knapp 300.000 Euro mehr ausgeben. Im Sommer steht die dritte und letzte Sanierungsetappe an.

Deutschland ist im Immobilien-Boom, allerorten wird gebaut. Die gute Auftragslage für die Bauwirtschaft treibt nicht nur die Kosten für private Bauherren in die Höhe. Auch die Kommunen haben mit hohen Baupreisen zu kämpfen. Meißen muss für eine Schulsanierung nun knapp 300.000 Euro mehr ausgeben als ursprünglich geplant.

Die Sanierung der Afra-Grundschule an der Leipziger Straße sollte eigentlich rund zwei Millionen Euro kosten. Nun werden es wohl um die 2,3 Millionen. Schon seit über zwei Jahren wird Schritt für Schritt an der Schule gearbeitet. In zwei Bauetappen wurde der Altbau modernisiert. In diesem Sommer soll das Bauvorhaben mit Sanierungsarbeiten an den Neubauteilen der Schule abgeschlossen werden.

Bevor das geschehen kann, musste der Meißner Stadtrat aber jüngst einen deutlichen Finanz-Nachschlag bewilligen. 290.000 Euro Mehrkosten für die Afraschule: Die Summe kommt zustande, weil zum einen im Altbau unerwartet höherer Bauaufwand fällig wurde. Zum anderen sind aber die Baupreise heute offenbar deutlich höher als zum Zeitpunkt der Kostenkalkulation.

Die fand bereits 2014 statt, sagt Meißens Bauamtsleiter Dirk Herr. „Damals waren die erhöhten Baupreise nicht abzusehen.“ Tatsächlich kommt der Löwenanteil der Preissteigerung – 225.000 Euro – zusammen, weil bei den Ausschreibungen auch die günstigsten Angebote teurer waren, als ursprünglich geplant.

Die deutlichen Preissteigerungen habe es sowohl bei der Baukonstruktion, als auch bei der Haustechnik gegeben, berichtet Dirk Herr. Die Mehrkosten konnten auch durch günstigere Ergebnisse bei weiteren Ausschreibungen nicht kompensiert werden.

Wenigstens bleibt die Stadt nicht komplett auf den Mehrkosten sitzen. Man habe sich bereits mit der Sächsischen Aufbaubank abgestimmt, heißt es von der Stadtverwaltung. In Aussicht gestellt sei eine Förderung: Der Freistaat finanziere wahrscheinlich auch 40 Prozent der Mehrkosten für die Sanierung der Afraschule über sein Schulhausbau-Förderprogramm. Die Stadt müsste dann „nur“ 174.000 Euro aus ihrer Rücklage nehmen.