Start in die Nieschützer Spargelsaison

In Nieschütz wird wieder Spargel gestochen, wie hier zu sehen sortiert und frisch verkauft Foto: Grau

In Nieschütz läuft die Spargelernte nach spätem Beginn nun auf vollen Touren. Am 8. Mai luden die Bauern der Agrar GbR Naundörfel zur "Spargelmeile" ein.

Strahlender Sonnenschein, Frühsommer-Wärme und Spargel satt: Wer denkt da noch an den zähen Saisonbeginn? Nicht die Besucher der Nieschützer „Spargelmeile“. Sie waren glücklich, am 8. Mai das Edelgemüse dort genießen zu können, wo es wächst. In Sichtweite der Nieschützer Spargelfelder hatten Köche aus 14 Gaststätten der Region ihre mobilen Herde aufgebaut und boten verschiedene Spargelgerichte an. Besucher aus weitem Umkreis ließen sich das nicht entgehen.

René Heidig, der bei der Agrar GbR Naundörfel für den Nieschützer Spargelanbau verantwortlich ist, freute sich über das große Interesse. Im siebenten Jahr ist die „Spargelmeile“ zu einer Besucherattraktion der Elbweindörfer geworden. Nieschütz und Spargel: Das gehört zusammen.

Die 2018er Saison hat spät begonnen. „Die späten, schweren Fröste im März haben den Spargelpflanzen geschadet“, sagt Heidig. Es brauchte lange, bis sie bei wärmerem Wetter endlich austrieben. Erst gegen Ende April konnte die Ernte starten. „Mittlerweile sieht es aber gut aus“, so Heidig. „Wir ernten in guter Menge und Qualität.“

Auf einer Fläche von rund zehn Hektar wird in Nieschütz Spargel angebaut. Bei gutem Wetter ernten etwa 20 Saisonkräfte dort täglich circa 1.000 Kilo des Gemüses. Ein großer Teil davon wird von Gaststätten in der Region abgenommen. Doch auch der Direktverkauf im Laden am Feldrand sei beliebt, sagt René Heidig. „Die Kunden wollen ihren Spargel so frisch wie möglich.“

Der Anbau ist aufwendig. Vor der Erntesaison müssen die Spargelzeilen aufgehäufelt werden. In Nieschütz sorgen zudem Bewässerungsanlagen unter jeder Zeile für optimales Wachstum. Das sei vor allem nach der Saison wichtig. Wenn nach dem Abhäufeln die Spargelpflanzen „ins Kraut schießen“ dürfen, sei es gutes Gedeihen wichtig. „Wenn die Pflanzen dann gut wachsen, kräftigt sie das für das nächste Jahr.“

Die Spargelsaison ist eng begrenzt. Beginn meist im April, das Ende stets spätestens am 24. Juni: So hält man es auch in Nieschütz. Je nach Witterung war in manchen Jahren schon ein paar Tage vor dem Johannistag Ernteschluss. Angesichts des späten Starts werde man diesmal voraussichtlich den gesamten Zeitraum nutzen, so René Heidig. Wenn das Wetter hält, was es bei der „Spargelmeile“ versprochen hat, wird es eine gute Ernte.

Der Spargel-Direktverkauf in Nieschütz ist bis zum Saisonende im Juni täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.