Genossenschaft startet Weinlese in Löbsal

Erntestart mit lautem Knall: Auf dem Löbsaler Burgberg schossen die Meißner Schützen für die Winzergenossenschaft "die Ernte auf" Foto: meeco communication services

Nun hat auch Sachsens größter Weinerzeuger, die Meißner Winzergenossenschaft, die Erntesaison eingeläutet. Die Aussichten für die diesjährige Lese sind bislang gut.

Die Zeremonie ist Tradition. Der Ort wechselt jedoch. Das „Aufschießen der Ernte“, mit dem Sachsens größter Weinerzeuger, die Winzergenossenschaft Meißen, alljährlich offiziell die Lese startet, fand diesmal auf dem Löbsaler Burgberg statt.

Auch dort wächst Goldriesling. Die Sorte wird stets als eine der ersten geerntet – bei der feierlichen Leseeröffnung mit Segenswünschen von Pfarrer Uwe Haubold, im Beisein von Honoratioren und mit Böllerschüssen von den Mitgliedern des Meißner Schützenvereins 1460. Die erst sechsjährige Mostprinzessin Lilly wurde beim Messen des Oechslewertes der frisch gelesenen Trauben von Winzergenossenschafts-Kellermeisterin Natalie Weich unterstützt. Das gemeinsam verkündete Ergebnis: 75 Grad. „Ein sehr guter Wert“, wie die Kellermeisterin erklärte. „Damit können wir in diesem Jahr einen Wein in bester Qualität keltern.“

Ob auch andere Weine ähnliche gute Voraussetzungen haben werden, liegt am Wetter. Bisher sind Sachsens Winzer mit dem Jahr 2017 zufrieden. „Wir hatten kaum Frost- und Hagelschäden“, so Lutz Krüger, der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft. Jetzt hoffe man auf noch ein paar Sonnentage für die letzte Reife der Trauben und die Abwesenheit von Regen, damit die in Aussicht stehende gute Ernte nicht noch „auf den letzten Metern“ durch Feuchtigkeitsschäden gefährdet wird.

Im vergangenen Jahr ging es da ganz nach Wunsch. „Wir haben 2016 die größte Ernte der letzten acht Jahre eingefahren und das bei hervorragender Qualität“, so Lutz Krüger. Der 2016er Erfolg erwies sich zuletzt bei der Bundesweinprämierung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Dort holten mehrere Weine der Meißner Genossenschaft Goldmedaillen. Lutz Krüger: „Ein Wein ist sogar für den ‚DLG Goldener Preis extra’ nominiert. Das Ergebnis der Prüfungen erhalten wir in Kürze.“