Strenger Winter treibt Kosten für die Straßenmeistereien

Der Schnee ist getaut, die Schlaglöcher bleiben: Ähnlich wie hier sieht es derzeit auf einigen Straßen im Landkreis aus Foto: Grau

Der Winter 2016/17 zeigte sich deutlich frostiger und schneereicher als die vergangenen. Deshalb sind nun auch die Winterdienst-Kosten hoch.

Hart war der Winter der Saison 2016/17. Härter als die Winter der vergangenen Jahre: Das macht sich auch beim Winterdienst auf den Straßen des Elblands bemerkbar. Das Straßenbauamt des Landkreises Meißen berichtet von deutlich gestiegenem Salzverbrauch, Mehrarbeit in den Straßenmeistereien und höheren Kosten.

Anfang Februar ließ Amtsleiterin Petra Otto die Daten der Wintersaison 2016/17 zusammentragen. Bis dahin wurden auf den rund 1.100 Straßenkilometern, die die Kreisstraßenmeistereien räumen und pflegen, in diesem Winter schon mehr als 4.100 Tonnen Salz gestreut. Zum Vergleich: Im vergangenen milden Winter waren es insgesamt nur 3.100 Tonnen. In Wintern mit nur wenigen Schnee- und Eistagen kamen die Straßenmeistereien im Landkreis sogar schon mit noch geringeren Salz-Verbräuchen um 1.500 Tonnen aus. Weil die Salzlager nun deutlich leerer sind als in den Vorjahren, muss der Landkreis 2017 vermutlich weit mehr Geld ausgeben, um für den Winterdienst der nächsten Saison vorzusorgen.

Dass der noch aktuelle Winter einer der härteren ist, zeigt sich auch an der Zahl der Winterdienst-Arbeitsstunden der Straßenmeister. Bis Anfang Februar kamen schon knapp 29.000 zusammen. Ein Jahr zuvor waren es insgesamt nur knapp 19.000. „Erfahrungsgemäß bis April“ werde die Winterdienstbereitschaft auch in diesem Jahr wieder gelten, heißt es aus der Kreisverwaltung. Bis dahin können noch weitere Einsatzstunden zusammenkommen.

Bei den aktuell wieder deutlich höheren Temperaturen beschäftigen sich die Mitarbeiter der Straßenmeistereien aber schon mit der Beseitigung der Winterfolgen. Der starke Frost dieses Winters hat an den Straßen einige Schäden angerichtet. Wenn die Kälte aus dem Boden weicht, beginnen die Straßenmeister mit dem Flicken von Schlaglöchern. Sind die zahlreich wie in diesem Jahr, steigen auch hier für den Landkreis die Kosten.